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Ufhusen bleibt zu Hause gegen Sense glücklos

Ringen: Swiss Wrestling Challenge League / 4. Runde / TV Ufhusen – RS Sense

  

Eröffnet wurde der Kampfabend durch Daniel Schumacher und Svenja Jungo. Die Tochter von Pascal Jungo zeigte ihre ganze klasse und kontrollierte Schumacher während der ganzen Kampfdauer. Schlussendlich siegte die Vize-Weltmeisterin bei den Kadettinnen von 2021 mit 14:0 Punkten. Zumindest die 0:4 Niederlage konnte Schumacher dabei abwenden. Zum Punktgewinn fehlte nur ganz wenig. Im Schwergewicht trafen die Routiniers Michael Bernet und Frédérick Oulevey aufeinander. Der Coach der Ufhuser stellte sich in den Dienst des Teams, da Simon Marti für Schattdorf in der Premium League zum Einsatz kam (1:2 Niederlage gegen Andreas Burkard). Bernet zeigte, dass nach wie vor mit ihm zu rechnen ist. Er nutze die angeordnete Bodenlage für eine Reihe von Durchdrehen und holte so seine Punkte zum 7:1 Erfolg. Mit schönen Aushebern kam Robin Alt noch vor Ablauf der ersten Halbzeit zum Sieg durch Technische Überlegenheit gegen Eveline Lötscher. Bis 97 kg im Freistil traf er auf den starken Mathias Käser. Kneubühler wehrte sich nach Kräften und erkämpfte sich einen Mannschaftszähler. Für den Sieg gegen den Routiniert hat es allerdings noch nicht gereicht. Bis 65 kg Freistil rückte Lukas Zimmermann kurzfristig ins Team. Er startete vielversprechend in den Kampf. Um ein Haar wäre ihm der erste Wertungspunkt gelungen. In der zweiten Aktion des Kampfes erwischte Melvin Feyer den Ufhuser eiskalt und kam zum Schultersieg. So lag Ufhusen zur Pause knapp mit 8:11 hinten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit solchen Würfen sorge Robin Alt (rot) für einen der drei Siege für Ufhusen.

Nichts zu holen in den Mittelgewichten

Nach der Pause setze Joel Marti seine Serie fort. Gegen Pascal Sperisen kam er zum vierten Vollerfolg im vierten Kampf. Der 20 jährige ist zu einer echten Teamstütze herangewachsen. Leider war es das dann auch mit den Erfolgserlebnissen für die Ufhuser. In den Mittelgewichten zeigten die Westschweizer den Hinterländern den Meister. Bis 70 kg im Greco zeigte Nicola Alt zwar einen starken Kampf, fand aber gegen Jonas Schwaller nicht das richtige Mittel. Er unterlag mit 2:7 Punkten. Gleich erging es Raphael Schärli gegen den zweiten Schwaller im Team von Sense. Schärli kämpfte auf Augenhöhe mit, die Punkte erzielte aber stets Schwaller. Mit dem Schlusspfiff kam dann doch noch die Wertung zu Gunsten des Ufhusers. Einen harten Stand hatte Remo Fallegger gegen Ronan Feyer. Fallegger investierte viel, konnte aber nur wenig zählbares einfahren. Je länger der Kampf dauerte, desto überlegener wurde Feyer, welcher kurz vor Ablauf der Zeit den Sieg durch Technische Überlegenheit und somit den Mannschaftssieg für Sense ins Trockene brachte. In der abschliessenden Begegnung musste Kilian Kneubühler gegen Jan Faller Lehrgeld bezahlen. Der 16 jährige wehrte sich nach Kräften und erkämpfte sich zwei Wertungspunkte. Trotzdem siegte Faller dank schönen Würfen und Aktionen durch Technische Überlegenheit.

 

Der Sieg für die Gäste ging ganz klar in Ordnung, hätte aber nicht derart hoch ausfallen müssen. Nun gibt es für die Hinterländer zwei Wochen Wettkampfpause. Diese will man nutzen um kleinere Blessuren ausheilen zu lassen und gleichzeitig die nötigen Schlüsse aus den ersten Begegnungen zu ziehen. Es steht noch mehr als die halbe Saison bevor. Entsprechend ist nach wie vor alles offen und möglich. Nach vier runden darf man aber sagen, dass die Challenge League so spannend und ausgeglichen wie noch selten ist. 

 

Telegramm:

Ufhusen – Sense 16:25 (Pause 8:11), Kampfrichter: Ady Zurfluh, RS Freiamt, 180 Zuschauer

57 F: Daniel Schumacher – Svenja Jungo 0:14 / 0:3

61 G: Robin Alt – Eveline Lötscher 17:0 / 4:0

65 F: Lukas Zimmermann – Melvin Feyer 0:2, Schulterniederlage / 0:4

70 G: Nicola Alt – Jonas Schwaller 2:7 / 1:3

75 F: Remo Fallegger – Ronan Feyer 2:17 / 1:4

75 G: Kilian Kneubühler – Jan Faller 2:19 / 1:4

80 F: Raphael Schärli – Noah Schwaller 1:8 / 1:3

86 G: Joel Marti – Pascal Sperisen 15:0 / 4:0

97 F: Remo Kneubühler – Mathias Käser 2:9 / 1:3 

 

130 G: Bernet Michael – Oulevey Frédérick 7:1 / 3:1 

 

Bericht: Christian Hügi

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